Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Christians und Frau Bonn-Sommer erläutern ausführlich anhand einer Präsentation die o. g. Vorlage. Die Präsentation wird dem Protokoll der heutigen Sitzung als Anlage 3 angehängt.

 

Herr Busch meint, er könne feststellen, dass die Menschen im Zeitalter des Internets angekommen seien, denn es hätten auch die Eltern ihre Kinder angemeldet, bei denen man sich gewünscht habe, dass diese Kinder den Kindergarten besuchten. Er möchte wissen, wie viele Eltern nicht nach dem ersten Anlauf einen Kindergartenplatz zugewiesen bekommen hätten.

 

Frau Bonn-Sommer antwortet, 14 Kinder hätten nicht sofort einen Kindergartenplatz erhalten. Die anderen Kinder würden noch „in der Schleife festhängen“. Dies bedeute, dass die Kitas keine Plätze zu vergeben hätten. Außerdem müssten sich die Kita-Leitungen auch erst einmal auf die Umsetzung des neuen Kita-Online-Anmeldeverfahrens einlassen. Es hätte zu Beginn einige kleinere Probleme gegeben, aber die Stadt Emden stände im ständigen Austausch mit den Kita-Leitungen und würde auch beratend zur Seite stehen.

 

Herr Cuhlmann erklärt, er hätte gerne einmal einen Testzugang zu dem Kita-Online-Anmeldeverfahren gesehen. Er stelle sich vor, dass die Eltern hier ihren Beruf eingeben und begründen müssten, warum das Kind für diese Kita angemeldet werden solle.

 

Er befürchte, dass die Kindergärten sich die sog. „A-Klasse-Kinder herauspickten“, und die restlichen Kinder „auf der Strecke blieben“. Frau Bonn-Sommer erwidert, die Eltern hätten jederzeit die Möglichkeit, sich die Seite für die Kita-Anmeldungen online anzuschauen. Sie verweist auf die Kriterien, nach denen die Kinder aufgenommen werden müssten:

 

-       Kinder berufstätiger Eltern

-       sozial benachteiligte Kinder

-       Geschwisterkinder (von denen ein Kind schon diese Kita besucht)

-       Entfernung der Kita vom Elternhaus („Kurze Beine – kurze Wege“)

 

Diese Kriterien seien als PDF-Datei auf der Homepage hinterlegt. Zurzeit würde die Übersetzung dieser Kriterien in fünf Sprache vorbereitet. D. h., die Eltern hätten einen Leitfaden, der abzuarbeiten sei.  (Persönliche Daten der Eltern, der Kinder usw.). Das Programm sei sehr bedienerfreundlich und mit den einfachsten, im Internet gebräuchlichen Symbolen ausgestattet.

 

Frau Meinen möchte wissen, wie viele Kinder im Krippen- und im Kindergartenbereich für das Kindergartenjahr 2019/2020 keinen Platz erhalten hätten und somit auf der Warteliste ständen. Herr Christians verweist auf den Bericht der Verwaltung im Jugendhilfeausschuss am 05.09.2019 (TOP 10). Es sei seinerzeit gesagt worden, dass die Wartelisten aus den Kitas nicht gut nutzbar gewesen seien, aber Eltern, die keinen Platz für ihr Kind erhalten hätten, würden sich in der Regel im FD Kinder und Familien melden. Dort würde eine Warteliste geführt und die sei auch für die Mitteilungsvorlage 17/1180 „Einführung des onlinebasierten Kita-Anmeldeverfahrens“ zugrunde gelegt worden. Auf der Liste hätten seinerzeit insgesamt ca. 100 Kinder (für die Krippe und den Kindergarten) gestanden. Jetzt habe die Verwaltung ca. 200 Anmeldungen erhalten. 100 davon seien noch für das Jahr 2019 gewesen. Es lasse sich daraus schließen, dass es sich um die 100 Kinder handele, die in dem Durchgang zum 01.08.2019 nicht versorgt werden konnten.

 

Herr Busch erklärt, der Wortbeitrag von Herrn Cuhlmann hätte ihn aufgeschreckt. Herr Cuhlmann hätte von „restlichen Kindern“ gesprochen. Dies dürfe nicht sein. Eigentlich könne nur der Grund „Kurze Beine – kurze Wege“ eine Rolle für die Vergabe der Plätze spielen. Soziale Unterschiede sollten nicht gemacht werden. Dies fange bereits in den Kindergärten an und sollte auch in den Schulen konsequent durchgehalten werden.

 

Herr Ohling erklärt, die vierwöchige Anmeldefrist hätte sich ihm in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 05.09.2019 nicht erschlossen. Nach dem heutigen Bericht der Verwaltung könne er diese nachvollziehen. Trotzdem sollte überlegt werden, ob die vierwöchige Anmeldefrist auf sechs bis acht Wochen verlängert werden könne. Dies wird von der Verwaltung abgelehnt.