Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Fischer-Joost führt aus, seit einiger Zeit werde das JAG umgebaut. Da es eine kurze Zeit gegeben habe, in der nicht weitergebaut worden sei, wolle man heute die Mitglieder des Schulausschusses über die Ursache des Stillstands informieren. Dazu habe er Herrn Ulpts vom Architekturbüro Ulpts eingeladen, der kurz erläutern werde, wie der Stand der Baumaßnahme sei.

 

Herr Ulpts gibt anschließend einen kurzen Sachstandsbericht bezüglich der Baumaßnahmen im JAG und geht hier insbesondere auf den Brandschutznachweis ein.

 

Frau Kruse bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Buisker fragt an, ob letztendlich die Brandschutzprüfung trotz Genehmigung des Statikers Bedenken gehabt habe.

 

Herr Ulpts erläutert, das Thema Brandschutz sei recht komplex. Im Zuge der Objektüberwachung werde die Baustelle kontrolliert. So sei festgestellt worden, dass die Beplankung der Innenseite der Außenwände nicht mit den Anforderungen der Schulbaurichtlinie passe. Das bedeute, dass die Feuerwiderstandsdauer der Außenwände nicht ausreichend gewesen sei. Grundsätzlich sei eine Nachrüstung nicht schwierig, da die Beplankung der Innenseite durch ein anderes Produkt ausgetauscht werde. Bei einem vorgefertigten Holzrahmen müsste aber auch die Laibung passen. Beim Holzrahmenbau könne man nicht einfach den Holzpfosten kleiner schneiden, weil dieser statisch optimiert auf die Tragfähigkeit angelegt sei. Daher sei ein aufwendigeres Nacharbeiten erforderlich gewesen.

 

Herr Engelberts fragt an, ob der Brandschutz der einzige Grund sei, der zu einer längeren Stilllegungsphase geführt habe. Weiter bittet er um Auskunft, mit wie viel Mehrkosten zu rechnen sei.

 

Herr Ulpts betont, das Kernthema sei der Brandschutz. Aktuell sei die Baustelle gesichert, sodass ein weiterer Schaden und damit verbundene Mehrkosten verhindert würden. Bezüglich der aktuellen Mehrkosten führt er aus, diese müssten in der Größenordnung 4.000 € bis 5.000 € für die zusätzliche Beplankung an der Innenseite der Außenwände liegen.

 

Herr Engelberts teilt mit, ihm sei zugetragen worden, dass es dort aufgrund eines Wasserschadens zu Schimmel an den Wänden gekommen sei.

 

Herr Fischer-Joost erklärt, es sei zu kleinen Schäden gekommen, die aber bereits im Sommer letzten Jahres aufgetreten seien. Das Wasser eines Gewitterregens habe zu kleinen Stockflecken in den Heizungslaibungen geführt. Dieses Problem sei mittlerweile abgearbeitet. Zudem stehe das Gebäudemanagement im engen Kontakt mit der Schulleitung, sodass auftretende Mängel schnell abgestellt werden könnten.

 

Herr Saurov bittet darum, die Informationen bezüglich des Brandschutzes noch einmal nachlesen zu können. Bezüglich der Holzrahmenbauweise fragt er an, ob es keinerlei Erfahrung im Hinblick auf die Gewichtsreduzierung gegeben habe. Auch sei ihm zu Ohren gekommen, dass die Baustelle nicht ganz gesichert gewesen sei und marode Teile aufgrund der Wasserschäden bereits wieder ausgetauscht worden seien. Abschließend bittet er um Auskunft, ob sich die 4.000 € bis 5.000 € auf einen Rahmen beziehen würde.

 

Herr Ulpts bezieht sich auf die Aussage hinsichtlich der Brandschutzkategorie und erklärt, grundsätzlich würde es natürlich Erfahrungswerte geben. Auch würden frühzeitig Brandschutzgutachter, Spezialisten, Fachgutachter und Prüfstatiker in die Planung und in den Bau einer solchen Maßnahme eingebunden. Dennoch würden auf Baustellen Fehler passieren können. Aus diesem Grunde gäbe es auch eine örtliche Bauüberwachung.

 

Bezüglich des Austausch maroder Teile sei ihm bisher nichts bekannt. Es seien Sicherungsmaßnahmen am Erweiterungsteil vorgenommen worden, um das Gebäude entsprechend über die weitere Zeit für die Prüfung abzusichern.

 

Weiter erklärt Herr Ulpts, die Kosten hätten sich auf die Innenwandverkleidung der Außenwände bezogen und nicht auf eine einzelne Wand. Seine Ausführungen zu Beginn habe er Herrn Fischer-Joost ausgehändigt, der diese gerne zum Protokoll geben könne. Hinsichtlich des konstruktiven Brandschutzweises oder ähnlicher Dinge könne er sich nicht äußern. Dieses sei letztendlich die Entscheidung der Verwaltung, was dort herausgegeben werden könne.

 

Herr Fischer-Joost führt aus, grundsätzlich werde transparent gearbeitet. Auch richte man sich natürlich nach den Baugesetzen wie der NBauO, die eine Gebäudeklassifizierung für Schulen und Kindergärten beinhalte. In dieser Kategorie könne man auch nicht mehr selber bauen bzw. den Brandschutz selber bestimmen, sondern benötige einen Brandschutzsachverständigen, der sich die gesamte Bausubstanz ansehen würde. Aus diesen Erfahrungsberichten und in Abstimmung mit den Architekten und den Nutzern müsse ein Nutzungsbericht gemacht werden. Auch würde es ein Brandschutzkonzept geben, welches von der Bauaufsicht akzeptiert werden müsse. Aus diesen komplexen Thema, den Schulbaurichtlinien und weiteren Gesetzen und Richtlinien versuche das Gebäudemanagement dann, Schulen, Kindertagesstätten und Verwaltungsgebäude zu erstellen.