Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Fuhrmann erinnert an die Planungen zur Entwicklung des Eisenbahndocks. 2007 sei die Tischlerei van der Linde damit konfrontiert worden, dass zukünftig eine Straße durch ihr Firmengelände verlaufen solle. Mittlerweile seien 1,5 Mio. Euro in den Umzug der Tischlerei auf das Kasernengelände investiert worden, der erforderliche Grundstückstausch vollzogen und ein Architektenwettbewerb durchgeführt worden. Ziel sei sowohl eine gewerbliche als auch Wohnnutzung des Standortes.

 

Herr Winter (Thalen Consult) erläutert, dass zukünftig gemischte Bauflächen geplant seien. Da Misch- und Kerngebiete den Nachteil hätten, dass die Nutzungsmischung ausgewogen sein müsse, sei vorgesehen, ein Urbanes Gebiet (MU) auszuweisen. Neben gewerblichen Nutzungen und Wohnungen seien auch Gastronomie, touristische oder Sportnutzungen angestrebt.

Aufgrund einer Gasleitung trenne der Entwurf des Bebauungsplans das Gebiet in zwei Teile. Geplant sei ein exponiertes Gebäude mit 25 bis 26 Metern Höhe sowie ein Gebäude mit einer Höhe von 16 bis 18 Metern als Übergang zur vorhandenen Bebauung.

 

Herr Wollers (awp) stellt dar, dass die vorhandene Wohnbebauung durch die neuen Gebäude nicht beeinträchtigt werde. Das Ergebnis einer durchgeführten Schattenstudie sei, dass es auch in den ungünstigsten Momenten am 21.12. um 11 bzw. 14 Uhr zu keiner negativen Beeinträchtigung käme. Für die neuen Gebäude sei eine Klinkerarchitektur vorgesehen, die trotzdem leicht wirken solle. Stellplätze sollen im Erdgeschossbereich bzw. in einer Tiefgarage bereitgestellt werden.

 

Herr Fuhrmann berichtet ergänzend, dass bereits großes Interesse, v.a. an der gewerblichen Nutzung bestehe, u.a. als repräsentativer Firmensitz. Neben der gewerblichen Nutzung würden ca. 20 Wohneinheiten realisiert.

 

Herr Busch dankt Herrn Fuhrmann für sein Engagement im Hinblick auf Barenburg und das Kasernengelände. Er stünde dem aktuellen Vorhaben positiv gegenüber, weist aber darauf hin, dass man sensibel sein müsse, was die Bedenken der Bürger angehe.

 

Herr Bongartz äußert Bedenken dahingehend, dass die Erschließung des Gebietes über die Arthur-Engler-Straße erfolgen solle. Das könne gegebenenfalls eng werden und könnte zu Problemen mit Anwohnern führen, die eine Sackgasse erwarteten. Er erkundigt sich, inwieweit sich das Vorhaben von der vorherigen Planung unterscheide und fordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema auch in den Fraktionen.

 

Herr Strelow begrüßt das Vorhaben als wichtige und charmante Entwicklung in diesem Bereich. Es sei ein Irrtum, dass hier nie gebaut werden sollte. Gewerblicher Verkehr könne allerdings tatsächlich ein Problem darstellen. Er erkundigt sich, was die nächsten Schritte in dem Verfahren seien.

 

Herr Renken bekräftigt, dass das Gebiet schon immer für die Bebauung vorgesehen gewesen sei und begrüßt die Entwicklung der Fläche ebenfalls. Er ist der Ansicht, dass die Bebauung an dieser Stelle gestalterisch ein Gewinn für die Stadt werden solle und erkundigt sich, inwieweit Alternativentwürfe vorlagen. Was die Erschließung angehe so erkundigt er sich, ob eventuell auch eine zweite Zufahrt über die Blaue Brücke möglich sei, um den Verkehr zu verteilen.

 

Herr Docter erinnert an die Anfang der 2000er Jahre durchgeführten Wettbewerbe in den Bereichen Eisenbahndock und Alte Heringsfischerei. Eine Entwicklung in die Höhe sei hier schon immer angedacht gewesen, ebenso wie die Anbindung an die Arthur-Engler-Straße. Allerdings handele es sich bei den im Plangebiet angedachten gewerblichen Nutzungen eher um Büronutzungen. Es sei daher nicht mit LKW-Verkehr zu rechnen, sondern lediglich mit PKW-Verkehr von Angestellten. Was alternative Entwürfe angehe, so gehöre das Grundstück nicht der Stadt, dies sei Sache des Investors.

 

Herr Fuhrmann ergänzt, dass Anregungen aus den Fraktionen willkommen seien und er auch gerne zu Gesprächen über das Projekt in die Fraktionen komme. Er bekräftigt, dass hier repräsentative Firmensitze entstehen sollen, keinesfalls ein Gewerbegebiet mit viel Lastverkehr. 

 

Herr Kruithoff äußert sich froh, dass der Ausschuss dem Vorhaben positiv gegenüberstehe. Es sei immer gut, wenn Investitionen in Emden verblieben und für Emder Unternehmen Raum geschaffen werde. Was die Belange der Anwohner angehe, so sei es wichtig, den Dialog zu suchen, aber die Signale stünden gut. Er weist abschließend darauf hin, dass das Vorhaben nicht als letzter Schritt in der Entwicklung des Eisenbahndocks zu sehen sei, sondern als erster in der Entwicklung der Alten Heringsfischerei.