TOP Ö 2: Feststellung der Tagesordnung

Beschluss: einstimmig

Die Tagesordnung wird mit dieser Änderung festgestellt.


Herr Verlee informiert, TOP 8, Vorlage 17/1468 „Temporäre Aufhebung des Emder Modells „Gruppengrößenreduzierung in Emder Kindertagesstätten“ werde von der Verwaltung zurückgezogen. Herr Kruithoff erläutert, wie bekannt sei, hätte er im Jugendhilfeausschuss am 18.06.2020 vorgeschlagen, die vom Rat beschlossene Reduzierung der Gruppenstärke von 22 Kindern im Ganztag auf die rechtlich zulässige Gruppenstärke von 25 Kindern temporär und dort, wo es räumlich und fachlich möglich sei, zu erhöhen. Dies hätte zu einer großen Diskussion in der Stadt Emden geführt, in der sich insbesondere die LeiterInnen und MitarbeiterInnen der Kitas „nicht mitgenommen gefühlt hätten“. Dies bedauere er sehr. Seine Zielsetzung sei immer gewesen, dies kooperativ mit den LeiterInnen der Kitas zu besprechen. Sie hätten momentan mit großen Herausforderungen zu kämpfen:

 

a) durch Corona

b) räumlich

c) durch die Aufhebung des Betreuungsschlüssels

d) durch die Veränderung der Erwartungen der Eltern

e) durch die Veränderung der Kinder (man hätte immer mehr „Systemsprenger“ in den Kindergartengruppen).

Er könne den Unmut der LeiterInnen der Kitas daher verstehen. In der politischen Debatte sei ihm ebenfalls klar gespiegelt worden, dass dies ein Qualitätsanspruch sei, von dem nicht leichtfertig abgewichen werden sollte. Für ihn bliebe es gleichwohl dabei, dass er die Belange und Erwartungen der BürgerInnen die einen Betreuungsplatz haben und die, die einen bräuchten gleich hoch gewichte.

 

Weiter führt er aus, dass auch seine eigenen MitarbeiterInnen des FD Kinder und Familien sehr unter Druck ständen. Er verweist auf die hohe Anzahl der Anfragen, die dort durch die teilweise nicht korrekte Berichterstattung eingegangen sei.

 

Darüber hinaus sei festgestellt worden, wie groß die Not im Bereich der Betreuung von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter tatsächlich sei. Ca. 200 Kinder hätten keinen Betreuungsplatz erhalten. Im Jugendhilfeausschuss am 18.06.2020 sei dargestellt worden, wie der Ausbau der Kindergartenkapazitäten bis zum Jahre 2023 erfolgen sollte.

 

Er verweist auf den offenen Brief der LeiterInnen der Kitas, in dem sie um ein Gespräch mit der Verwaltung gebeten hätten. Sie hätten angeboten, der Verwaltung an der einen oder anderen Stelle bezüglich der Schaffung von Kita-Plätzen entgegenkommen zu wollen. Dies möchte die Verwaltung in Ruhe überprüfen. Er befürworte es daher, TOP 8 von der heutigen Ratstagesordnung zu nehmen.