TOP Ö 12: Mündliche Mitteilungen des Oberbürgermeisters

1.     Gemeinwesenarbeit - Forschungsprojekte

 

Herr Philipps bemerkt zu den Ausführungen von Herrn Bongartz, dass Gemeinwesenarbeit tatsächlich Positives bewegen könne. Landes- und bundesweit werde der Aufbau des Fachdienstes Gemeinwesen und damit die Herangehensweise der Stadt an das Thema Gemeinwesenarbeit in Emden mit Interesse verfolgt. Bereits berichtet habe er, dass Emden bei einem bundesweiten Forschungsprojekt des Bundesinnenministeriums als eines von 16 Fallbeispielen ausgewählt worden sei. Das Ergebnis sei festgestellt und werde über das Protokoll zugeleitet. Aus dem Bericht ergeben sich acht Empfehlungen an Bund, Länder und Kommunen für den Bereich der Gemeinwesenarbeit, die den hier vor Ort eingeschlagenen Weg inhaltlich bestätigen.

 

Zudem habe er am Bundesforum Familie zum Thema „Bedeutung der Familie im Quartier“ teilgenommen. Im Fokus stand der integrative Ansatz. Auch hier sei man auf die Entwicklung in Emden hinsichtlich des Zusammenspiels zwischen den Fachbereichen Stadtentwicklung und Umwelt (FB 300), Gesundheit und Soziales (FB 500) und Jugend, Schule und Sport (FB 600), insbesondere mit Blick auf die Bereiche integrierte Sozialplanung, Stadtplanung, Gemeinwesen, Soziales und Jugend, aufmerksam geworden. Das Ergebnis sei noch nicht dokumentiert, werde dann aber nachgereicht.

 

Ebenfalls habe sich das Deutsche Institut für Urbanistik für die Arbeit in Emden mit dem Titel „Quartiersbrücken“ interessiert. Insbesondere mit Blick auf die Sicherheit in den Wohnquartieren sowie das Miteinander der unterschiedlichen Gruppen und Kulturen. Hierzu entstehe ein Steckbrief, die Veröffentlichung stehe an. Er hoffe, auch diesen Link über das Protokoll zuleiten zu können. Die Begleitung durch die Landesarbeitsgemeinschaft für soziale Brennpunkte Hannover innerhalb des vom Land geförderten Gemeinwesenprojektes (Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz) sei intensiv und sehr förderlich. Die Tatsache, der von dort eingehenden Rückmeldungen und dass Emden innerhalb des Bundesgebietes als gutes Beispiel vorgestellt werde, stimme ihn positiv und bestätige, dass Emden auf einem guten und richtigen Weg sei.

 

2.     Thema Frauenhaus

 

Frau Snakker erläutert den Sachstand. Zwischenzeitlich sei der Fördervorantrag gestellt sowie das Vorverfahren erfolgreich durchlaufen worden. Gemeinsam mit einem Vertreter der Bundesförderstatistik habe man den Antrag durchgearbeitet. Aktuell werde gemeinsam mit der Stiftung Isensee und dem AWO Kreisverband Emden e. V. der Antrag formuliert. Anfang Oktober solle er eingereicht werden. Die Gespräche verliefen insgesamt sehr positiv, sodass sie für den weiteren Verlauf optimistisch sei.

 

3.     Einrichtung einer heilpädagogischen Gruppe – Neubau Kiga der OBW im Stadtteil Friesland

 

Frau Snakker berichtet, aktuell würden Abstimmungsgespräche mit der Ostfriesischen Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH (OBW) hinsichtlich der Einrichtung einer heilpädagogischen Gruppe für schwerstbehinderte Kinder im Kindergartenalter stattfinden. Ein solches Angebot gäbe es in Emden nicht. Derzeit müssten diese Kinder den heilpädagogischen Kindergarten der Lebenshilfe in Leer besuchen und dies bedeute für die Kinder lange Fahrtzeiten. Die OBW plane einen Neubau im Stadtteil Friesland, dort könne eine heilpädagogische Gruppe eingerichtet werden, um dann ein wohnortnahes Angebot zu erzielen. Dieses Thema werde für die nächste Ausschusssitzung vorbereitet.

 

4.     Teilhabeberatungsstelle

 

Frau Snakker teilt mit, das Land Niedersachsen fördere die Teilhabeberatungsstelle des Vereins „Unabhängige Teilhabeberatung för elk un een e.V.“ auch in 2021 und 2022 mit einem Gesamtbetrag i. H. v. ca. 450.000,00 Euro.

 

Frau E. Meyer bedankt sich für die Ausführungen.