TOP Ö 7: Ergebnis der Mehrfachbeauftragung für das Ültje-Gelände und die Fürbringerstraße

Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Docter führt in die Vorlage ein und informiert darüber, dass die Stadt Emden sich entschieden habe, gemeinsam mit den Wohnungsbaugesellschaften Wohnungsbau-Genossenschaft Selbsthilfe eG, GEWOBA Emden mbH, Beamten-, Bau und Wohnungsverein eG und Emder Bau und Boden GmbH das ehemalige Ültje-Gelände zu entwickeln.

 

Bei der dazu durchgeführten Mehrfachbeauftragung gehe es nicht um ein architektonisches Teilkonzept, sondern primär um eine gesamte städtebauliche Entwicklung, die die Fläche des ehemaligen Ültje-Geländes sowie die Fläche an der Fürbringerstraße mit einbeziehe und über die Bahn hinweg miteinander verbinde. Herr Docter präsentiert die eingereichten Arbeiten der Büros und weist darauf hin, dass Herr Ulpts von Ulpts Architekten im Anschluss den Siegerentwurf vorstellen werde. Die Stadtverwaltung sei aktuell im Austausch mit den Investoren und Ulpts Architekten über die Weiterentwicklung des Entwurfs sowie zur Regelung der vertraglichen Situation.

 

Herr Ulpts bedankt sich bei Herrn Docter für die Einleitung und stellt anhand einer Präsentation den Siegerentwurf der Mehrfachbeauftragung vor. Einführend erklärt Herr Ulpts die räumliche Situation sowie die innerstädtische Einordnung des Gebietes und erläutert nachfolgend die einzelnen Bestandteile der Planung.

 

Das Grünkonzept enthalte als wichtigstes Element der Planung einen Quartiersplatz an zentraler Stelle sowie Begrünung an den Bahngleisen und in privaten und öffentlichen Innenhöfen.

 

Beim Verkehrskonzept erläutert Herr Ulpts, dass das Quartier weitestgehend autofrei gehalten werde und dass die Barrierefreiheit einen wichtigen Stellenwert einnehme. Ebenfalls sei eine Bushaltestelle zentral am Quartiersplatz möglich.

 

Die notwenigen Parkflächen würden durch Parkdecks sowie Parkplätze in Gebäudenähe berücksichtigt. Im Bereich der Fürbringerstraße sollen Ersatzgaragen sowie weitere Parkflächen geschaffen werden.

Darüber hinaus werde das Gebiet über eine sogenannte Laubengangerschließung erschlossen. Dies stelle eine besonders wirtschaftliche Variante dar, die genügend Raum für öffentliche und private Aufenthaltsbereiche lasse.

 

Weiterhin zeigt Herr Ulpts auf, dass der Nahversorger zentral im Planungsgebiet angeordnet werde und somit gut erreichbar sei. Zusätzlich seien Büro- und Gewerbeflächen, Gastronomie, ein Kindergarten sowie Wohnungen, die den Großteil ausmachen, geplant. Abschließend veranschaulicht Herr Ulpts durch eine Perspektive wie der Entwurf sich durch seine Formgebung und Höhenstruktur in den Bestand eingliedert.

 

Herr Strelow bedankt sich bei Herrn Ulpts für die Erläuterungen und den gelungenen Entwurf. Besonders die Einbindung in den bestehenden Stadtteil und die daraus resultierende Verbindung betont Herr Strelow. Außerdem merkt Herr Strelow an, dass der weitere zeitliche Ablauf vor allem für die Bahnüberquerung wichtig sei.

 

Herr Bolinius schließt sich seinem Vorredner an und bittet darum, dass die Präsentation den einzelnen Fraktionen zur Verfügung gestellt wird.

 

Herr Buisker lobt ebenfalls den gelungenen Vortrag und erkundigt sich ob eine Verlängerung der Bahnüberführung in die Gräfin-Anna-Straße möglich wäre sowie die Erweiterung der Parkflächen an der Fürbringerstraße für die Anwohner*innen und die Stadtverwaltung, um somit die Parksituation in der Innenstadt zu entschärfen.

 

Herr Docter merkt zu der Frage von Herrn Strelow an, dass der Abriss der ehemaligen Ültje Fabrik an die Firma Freimuth vergeben wurde und der Start der Abbrucharbeiten im Oktober erwartet werde. Zusätzlich erklärt Herr Docter, dass der Abriss dauere und verweist dabei auf den zeitlichen Ablauf der Abrissarbeiten des Glaspalastes. Parallel arbeite die Stadtverwaltung an der Aufstellung des Bebauungsplans.

 

Zu der Frage von Herrn Buisker gibt Herr Docter an, dass Herr Ulpts lediglich den Wettbewerbsentwurf vorgestellt habe und dass das Büro derzeit diesen, auch im Hinblick auf die Parkraumsituation und die Anbindung der Gräfin-Anna-Straße, überarbeite.

 

Herr Göring bedankt sich ebenfalls bei Herrn Ulpts für die Ausführungen und merkt an, dass relativ viel Parkraum angedacht sei und erkundigt sich, ob es Zahlen zum prozentualen Anteil gebe und ob dies eine Alternative zur Entlastung des Zentrums darstellen könne.

 

Herr Ulpts teilt dazu mit, dass es Vorgaben für die Berechnung der Stellplätze gebe, wodurch 210 Stellplätze für die Wohneinheiten und 100 Stellplätze für den Einzelhandel geschaffen werden müssten.

 

Herr Docter fügt hinzu, dass man bei der Anzahl der Stellplätze in dem Planungsgebiet lediglich den vorgegebenen Stellplatzschlüssel eingehalten habe und es somit keine Alternative für die Innenstadt darstelle.

 

Herr Verlee erkundigt sich, ob der Begriff „Ültje“ später eine Bedeutung in dem Quartier zugeschrieben bekommen soll, zum Beispiel durch die Namensgebung oder Informationstafeln.

 

Herr Docter merkt dazu an, dass der Ültje-Turm bleiben solle und das im Rahmen der Stadtteilentwicklung weitere Maßnahmen angedacht seien.