Beschluss: einstimmig

Der Sportausschuss beschließt, dass mit der Einleitung des Vergabeverfahrens zur Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung begonnen wird. Zu diesem Zwecke veranschlagte Mittel stehen im Haushaltsplan 2021 i. H. v. 30.000 € zur Verfügung.

 

 


Herr Sprengelmeyer stellt zu Beginn Herrn Groeneveld als neuen Leiter sowie Frau Preßler als neue Mitarbeiterin des Fachdienstes Schule und Sport vor. Er führt aus, der letzte umfassende Sportentwicklungsplan der Stadt Emden wurde im Jahr 2012 erstellt. Im Vorfeld des neuen Sportentwicklungsplanes hätte es einen intensiven Prozess mit dem Stadtsportbund (SSB), der Stadt Emden sowie allen Emder Vereinen gegeben. Für diese Zusammenarbeit bedankt er sich. Federführend sei der SSB für die Umsetzung des Sportentwicklungsplanes zuständig. Die Stadt unterstütze finanziell den Verwaltungsbereich des SSB.

 

Frau Pressler erläutert, durch die Sportentwicklungsplanung werde eine effektive Planung und Steuerung des Emder Sportangebotes möglich. Ziel sei die Steigerung der Gesundheit der Bürger*innen sowie die Verbesserung der Lebens- und Freizeitqualität. Damit die Sportentwicklungsplanung sowohl die aktuellen Bedarfe als auch die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen umfassen könne, sei ein professionelles Unternehmen nötig, welches auch das Personal und die entsprechende Expertise habe, um eine Sportraumanalyse durchzuführen. Mit der Sportentwicklungsplanung würden Strukturen, Angebote und Maßnahmen erforscht, in einem Gesamtkonzept festgehalten und realisiert. Das Gesamtkonzept der Sportentwicklungsplanung lege die Rahmenbedingungen für Sport und Bewegungsaktivitäten fest und sehe die Durchführung von Bestandsuntersuchungen vor. Hier könne die Verwaltung auf umfassende Umfragen zurückgreifen, die im Zuge der letzten Sportentwicklungsplanung 2012 getätigt wurden. Einflussfaktoren, wie beispielsweise demografische Entwicklungen, Sporttradition, etc. würden berücksichtigt und die betroffenen Akteure beteiligt. Verantwortlich sei der Steuerkreis Sportentwicklungsplanung unter wesentlicher Beteiligung des SSB. In der Vorlage sei die auf Grundlage des Sportentwicklungsplans von 2012 erstellte Prioritätenliste sowie die Umsetzung der Maßnahmenvorschläge exemplarisch aufgeführt. Weiter erläutert sie die noch im Prozess befindlichen Maßnahmen. Sie bittet Herrn Wehmhörner vom SSB um ergänzende Erläuterungen.

 

Herr Wehmhörner bedankt sich für die Einleitung. Er stellt heraus, mit dem erstellten Sportentwicklungsplan in 2012 sei ein guter Weg eingeschlagen worden. Nunmehr seien neue Impulse notwendig. Ein positiver Beschluss des Rates sei wünschenswert, damit mit der Einleitung des Vergabeverfahrens zur Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung begonnen werden könne. Die Unterstützung i. H. v. 30.000 € würde für den SSB einen Anreiz bilden, weitere Gelder über den Landesportbund zu akquirieren. Maßnahmen, wie beispielsweise der Behindertensport, seien im Sportentwicklungsplan von 2012 nicht berücksichtig worden und sollten nunmehr einbezogen werden.

 

Frau Risius bedankt sich für die Ausführungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Herr Renken begrüßt die Fortschreibung des Sportentwicklungsplanes. Seinerzeit sei dieser Plan ein wichtiges Instrument gewesen, zielorientiert und strukturell den Sportbereich neu aufzubauen. Er erinnert daran Gruppen zu beteiligen, die bei der letzten Planung nicht einbezogen worden seien und hätte dies bei der Fortschreibung gerne gesichert. Insbesondere sollten nicht vereinsgebunden Bereiche eingebunden werden. Er bittet deshalb, die Befragung nicht nur in den Vereinen durchzuführen, sondern auch darüber hinaus. Möglicherweise könne beispielsweise auch dem Jugendparlament eine Beteiligungsmöglichkeit eingeräumt werden.