Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Sprengelmeyer führt einleitend aus, der Skatepark sei am 12. Mai 2020 eröffnet worden. In diesem Zusammenhang bedankt er sich bei Frau Meinen als Vorsitzende des Kinderschutzbundes, weil der Kinderschutzbund mit einer Spende i. H. v. 25.000 € erheblich zur Realisierung des Skateparks beigetragen habe. Die neue Sportanlage habe sich als Erfolgsobjekt herausgestellt und werde von vielen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsen stark frequentiert. In der öffentlichen Wahrnehmung werde der Skatepark allerdings anders dargestellt bzw. angenommen. Vor diesem Hintergrund habe eine öffentliche Veranstaltung stattgefunden, in der mit den Skatern, Nutzern und Anwohnern gesprochen worden sei. Dadurch stellten sich neue Aufgabenfelder im Bereich der Jugendsozialarbeit heraus. Es sei geplant gewesen, dieses Thema zuständigkeitshalber in der nächsten Jugendhilfeausschusssitzung am 12.11.2020 zu behandeln, jedoch falle dieser aufgrund der aktuellen Corona-Infektionslage aus.

 

Aufgrund dessen wolle er in diesem Ausschuss einige Erläuterungen geben. Bei der Veranstaltung seien im direkten Dialog mit Skatern und Anwohnern die Themen Lärm, Müllbeseitigung, fehlende Toiletten, Rissbildungen, Staubbildung, Einzäunung und Beleuchtung behandelt worden. Diese einzelnen Themen seien in der Bearbeitung. Das eigentliche Problem läge in der Begegnung und den dadurch entstehenden Anforderungen. Vor diesem Hintergrund habe die Verwaltung aktuell ein Projekt gestartet, welches zunächst bis Januar 2021 anlaufe. Ab sofort werde mit einem freischaffenden sozialen Arbeiter, der im Bereich der mobilen aufsuchenden Jugendarbeit tätig sei, der Skatepark täglich begleitet. Er fungiere als Ansprechpartner für die Skater, Nutzer und Anwohner. Für diese Arbeit stehe dem Mitarbeiter ein bestimmtes Stundenkontingent zur Verfügung. Inhaltlich sei die Arbeit an das JZ Alte Post angebunden und werde auch von dort über die Kolleg*innen fachlich angeleitet. Ziel sei, die in der kommenden Zeit erlangten Erkenntnisse zu einem Konzept zusammenzufügen. Er hofft, dass durch diese Maßnahme erreicht werde, den negativ in den Fokus geratenen Skatepark wieder positiver zu beleuchten. Der Skatepark sei ein Erfolgsobjekt und es sollte in diesem Rahmen auch über Weiterentwicklungen nachgedacht werden.

 

Frau Risius bedankt sich für die Erläuterungen und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau Winter bedankt sich für die Ausführungen. Die SPD-Fraktion begrüße den Erfolg des Skateparks. Nach der Inbetriebnahme hätten sich Themen herauskristallisiert. Das dafür nunmehr Lösungen gesucht würden, sei positiv. Bezüglich des neuen Projektes erkundigt sie sich nach den Arbeitszeiten des Mitarbeiters.

 

Herr Renken stimmt zu, der Skatepark sei ein Volltreffer und es sei Sorge dafür zu tragen, dass dieses so bleibe. Durch die breite Frequenz der Nutzung werde deutlich, dass der Skatepark ein sozialer Anziehungspunkt sei. Seine Fraktion begrüße den Umgang mit den aufgetretenen Problemen sowie den stattgefundenen Dialog mit den Skatern, Nutzern und Anwohnern. Nach diesem konstruktiven Diskussionsverlauf und den letztlichen Lösungsvorschlägen gehe er davon aus, dass dieses Thema von der Verwaltung aufgearbeitet werde. Die tägliche Begleitung durch einen Mitarbeiter aus der Sozialen Arbeit sei seiner Meinung nach der richtige Schritt. In diesem Zusammenhang erkundigt er sich, wie die einzelnen Vorgehensweisen zeitlich abgestimmt seien.

 

Herr Bolinius begrüßt ebenfalls den Erfolg des Skateparks. Hinsichtlich der Themen Lärm, fehlender Toiletten, Staubentwicklung und Beleuchtung würden gemäß der Vorlage seitens der Verwaltung Lösungsmöglichkeiten geprüft. Er möchte wissen, ob dafür ein Zeitraum genannt werden könne.

 

Frau Groeneweg hebt die Barrierefreiheit des Skateparks hervor.

 

Herr Sprengelmeyer antwortet, der neue Mitarbeiter werde vornehmlich am Nachmittag und am Abend tätig sein, insbesondere an den Wochenenden. Es sei eine pauschale Stundenanzahl vereinbart worden, welche variabel einzusetzen sei. Der Fokus richte sich auf den Skatepark, möglicherweise auch auf andere Bereiche. Er weist darauf hin, bereits mehrfach sei gesagt worden, dass diejenigen, welche den Skatepark anderweitig nutzen, auch andere Treffpunkte innerhalb der Stadt hätten. Diese Problematik solle mit einbezogen werden um auch hier Lösungen zu entwickeln. Dafür sei zunächst ein Zeitraum von drei Monaten eingeplant. Die sich in diesem Zeitraum ergebenen Erkenntnisse könnten dann zu einem inhaltlichen Konzept umgesetzt werden.

 

Zum Thema Lärm führt er aus, es gäbe verschiedene Überlegungen. Bauliche und technische Lösungsansätze würden überprüft, um die Lärmemission für das Umfeld zu verbessern. Grundsätzlich stelle die Brücke über den Skatepark eine Art Trichter dar, durch den der Lärm verstärkt werde. Die Erfahrung zeige auf, dass sich auch hier die Skater aufmerksam beteiligen, damit das Umfeld nicht durch den Lärm beeinträchtigt werde.

 

Zur Müllbeseitigung an und auf der Anlage werde der BEE kurzfristig zusätzliche Mülltonnen aufstellen. Auch die fehlenden Toiletten sowie deren Reinigung würden derzeit thematisiert.

 

Zum Thema Einzäunung gibt er an, es gäbe bundesweite Erfahrungen die aufzeigen, dass ein positiver Effekt auf das Umfeld nicht automatisch durch eine Einzäunung entstehe. Letztlich würden dadurch die Probleme erhöht. Ein Ansatz für diese Problemlösung sei hier die Begleitung im Rahmen der Bewusstseinsbildung und dies sei die Aufgabe der mobilen Arbeit.

 

Hinsichtlich der Beleuchtung informiert er, dass diese vorgesehen sei und grundsätzlich realisiert werden könnte. Allerdings rate er zum Schutz der Anlage und der Skater derzeit davon ab. Aufgrund der Situation sei möglicherweise zu befürchten, dass die Skatanlage dann über 24 Stunden genutzt werde.

 

Herr Arends fragt nach, wie viele Stunden dem neuen Mitarbeiter zur Verfügung stehen und aus welchem Arbeitsbereich er käme.

 

Herr Sprengelmeyer erklärt, mit dem neuen Mitarbeiter sei zunächst eine Pauschale einer wöchentlichen Arbeitszeit vereinbart worden, welche dann auf eine monatliche Arbeitszeit hochgerechnet würde. Inhaltlich sei diese Arbeit im Bereich des JZ Alte Post angegliedert und werde von dort auch fachlich von den Kolleg*innen unterstützt. Eine tägliche Begleitung von mehreren Stunden sei durch diesen neuen Mitarbeiter gegeben.

 

Aufgrund der Erklärungen von Herrn Sprengelmeyer stellt Herr Arends fest, dass der neue Mitarbeiter frei agieren könne, um mit den Nutzern der einzelnen Plätze in Kontakt zu treten. Herr Sprengelmeyer macht deutlich, Inhalte der Arbeitsvereinbarung könne er nicht preisgeben. Fakt sei, es gäbe eine Situation, die eine tägliche Begleitung von mehreren Stunden nötig mache. Dies sei abhängig von der Frequentierung des Skateparks und ob akut Situationen auftauchen und sei somit variabel. Andere Treffpunkte innerhalb der Stadt würden ggf. mitbegleitet. Die Erprobungsphase der mobilen Jugendarbeit laufe aktuell an und werde, wie eingangs bereits beschrieben, für ein Konzept genutzt. Diese Erfahrungen seien abzuwarten.

 

Frau Meinen begrüßt die beschriebene Maßnahme der Verwaltung. Eine Begleitung durch einen Mitarbeiter der sozialen Arbeit, welcher als Ansprechpartner für die Skater, Nutzer und Anwohner fungiere, werde ihrer Meinung nach benötigt und sei richtig. Sie stellt heraus, der Fokus läge auf Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Auf die erlangten Erkenntnisse dieser Maßnahme sei sie gespannt.