Beschluss: Kenntnis genommen.

Einleitend führt Herr Dr. Federolf aus, dass in der BRD inzwischen jährlich mehr als 100 Kommunen und mehr als 3.000 Betriebe an ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) teilnehmen. Es ist das erfolgreichste Projekt zur Wirtschaftsförderung und Umsetzung von Umweltmanagement in Deutschland.

 

Ökoprofit richtet sich an kleine wie große Betriebe, produzierende Unternehmen wie Dienstleister, Handwerksbetriebe und soziale Einrichtungen. Mit dem Netzwerk „ÖKOPROFIT-Energie Ostfriesland“ werden Unternehmen in Emden und Leer bei der Verbesserung der Energieeffizienz unterstützt.

 

Herr Gerdes teilt ergänzend mit, dass man mit dem Masterplan 100 % Klimaschutz zusammen mit der Stadt Leer und der Hochschule gestartet sei. Ziel sei es, 2050 eine 100%ige Klimaneutralität zu erreichen. Für 2020 habe man eine CO2-Ersparnis von immerhin 850 t/a erreicht, dies hauptsächlich durch Stromeinsparungen.

 

Herr Bolinius bedankt sich für die Ausführungen zu denen man gestern ja auch eine Broschüre erhalten habe, die er sehr interessiert durchgelesen habe. Er zeigt sich über die guten Ergebnisse überrascht. Er fragt sich allerdings, warum es keine Zahlen zu den Ergebnissen der Zukunft Emden gebe.

 

Herr Göring dankt ebenfalls für den Vortrag. Das führe, wie man sehen könne, zu positiven Effekten und er sei gespannt, was zukünftig daraus entstehen werde. Er frage sich allerdings, warum die Stadtwerke Emden daran keinen Anteil habe, was für ihn sehr sinnvoll sei. So sei z. B. das Laden der E-Autos eine komplexe Sache. Beim Schwimmbad in Borssum seien zwei Ladesäulen aufgestellt worden, die aber nicht sehr häufig frequentiert würden, wahrscheinlich auch, weil es in Borssum noch nicht so viele E-Autos gebe. Nach Information der Stadtwerke sei der Anschluss für private Ladesäulen derzeit enorm teuer.

 

Herr Verlee ist der Meinung, dass man das Thema der Ladesäulen gerne aufnehmen könne, dies aber nicht zu diesem Thema passe. Das Projekt Ökoprofit sei ihm vorher nicht präsent gewesen, er sei aber froh, dass man sich damit jetzt im Ausschuss beschäftige. Es interessiere ihn allerdings auch, ob die Firmen selber Sparmaßnahmen vorschlügen und wie hoch der Beitrag sei.

 

Herr Haase ist der Meinung, dass das Thema Kosten zwar interessant sei, aber für ihn der Klimaschutz im Vordergrund stehe. Richtig findet er die Frage nach der Teilnahme der Stadtwerke. Er wundere sich ferner, warum nicht mehr als neun Firmen an dem Projekt beteiligt seien, das wäre nicht die ganze Bandbreite, die das wirtschaftliche Leben spiegelt.

 

Herr Kinzel zieht zwar das Radfahren vor, aber die Stadtwerke ist ein hervorragender Partner der Stadt und man habe bisher sehr gut zusammengearbeitet. Dass die Zukunft keine Zahlen nenne, lege daran, dass diese erst vor zwei Jahren in das neue Gebäude eingezogen sei und vorher in dem alten Gebäude gesessen hätte.

 

Auch Herr Gerdes bestätigt die gute Zusammenarbeit mit der Zukunft, die z. B. in ihrem Gebäude Räume zur Verfügung stellen.

 

Die Firmen hätten wahrscheinlich ein Audit gemacht, aber im Netzwerk habe es neue Ansätze gegeben. Es haben aber viele gute Gespräche stattgefunden und es wurde viel umgesetzt.

 

Herr Kruithoff teilt mit, dass er auch bereits an vielen guten Netzwerktreffen teilgenommen habe und da sei es nicht nur um Klimaschutz gegangen, sondern es werde auch Wirtschaftsförderung betrieben. Auch eine Veranstaltung bei der Firma Egbert Wilts in Leer sei sehr gut gewesen und man bekomme tolle Impulse für den eigenen Betrieb.

 

Das Thema Ladesäulen und Infrastruktur passe aber auch seiner Meinung nach nicht hierher. Zudem wäre es unfair den Stadtwerken gegenüber. Auch die Stadt könne mit eigenen Mitteln nicht mehr Ladesäulen aufstellen. Er habe zwar mit viel Mühe bei dem Verkehrsministerium vorgesprochen ob es möglich sei, Emden als Modellregion, gerade im Hinblick auf das VW-Werk, zu fördern, leider sei er damit aber nicht durchgedrungen.

 

Herr Haase ist auch der Meinung, dass man das Thema der Ladeinfrastruktur in einer der nächsten Sitzungen diskutieren solle.

 

Herr Verlee macht deutlich, dass seine Fragen auch eher auf die gute Arbeit abzielten und keineswegs als Kritik aufzufassen seien.