1. Der Bebauungsplan D 168 „Japaninsel“ wird gemäß § 2 Abs. 1 BauGB für den in Anlage 1 zeichnerisch dargestellten Geltungsbereich aufgestellt.

2. Der Vorentwurf und die Vorentwurfsbegründung des Bebauungsplans D 168 „Japaninsel“ werden gemäß § 3 (1) BauGB für die Dauer von einem Monat öffentlich ausgelegt. Die Beteiligung der Behörden gemäß § 4 (1) BauGB wird parallel durchgeführt.

3. Das Verfahren zur 82. Änderung des Flächennutzungsplanes wird für den in Anlage 1 zeichnerisch dargestellten Geltungsbereich durchgeführt (Parallelverfahren).


Herr Malzahn führt kurz zur Vorlage aus.

 

Hier gebe es eine schöne städtebauliche Entwicklung. Der Hof habe bereits leer gestanden und eine Bewirtschaftung sei nicht mehr gegeben gewesen. Der Investor wolle auf dem Gelände ca. 35 Einfamilienhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser errichten, wobei die Mehrfamilienhäuser eine Abschirmung zur Siedlung darstellen.

 

Der Aufstellungsbeschluss sei als Startschuss zu werten, ein Bebauungsplan-Vorentwurf liege vor und parallel müsse man den Flächennutzungsplan entsprechend anpassen, um dort ein allgemeines Wohngebiet schaffen zu können. Insgesamt sei dies sehr zu begrüßen.

 

Herr Haase sieht dies als sehr positive Entwicklung an, da sich auch die Bebauung gut einfüge.  Gleichwohl sehe er auch das Problem der Versiegelung dieser landwirtschaftlichen Flächen und er frage sich, ob entsprechende Kompensationsflächen als Ausgleich vorgesehen seien, wie groß diese wären, wo sie angedacht seien und in welcher Form dies geschehe.

 

Herr Strelow sieht das als eine gute Entwicklung für Larrelt an. Seiner Meinung nach habe man hier ein „Sahnestück“ und auch er begrüße die Bebauung grundsätzlich. Gleichwohl frage er sich, ob die erst kürzlich neu erstellte Japan-Brücke den Belastungen durch den Baustellenverkehr gewachsen sei oder man befürchten müsse, dass diese Schäden nehme. Ferner möchte er wissen, warum das Regenrückhaltebecken so groß geplant sei, da es doch rund herum genug Kanäle gebe, in die man das Regenwasser ableiten könne.

 

Herr Bolinius teilt mit, dass seine Fraktion über den Bebauungsplan eingehend diskutiert habe und diese Entwicklung begrüße. Man habe hier ein gutes Gebiet für die Ansiedlung für Leute von außerhalb, was mehr Einwohner für Emden bringen könne. Er möchte wissen, wer denn der Investor sei.

 

Herr Göring befürwortet das Projekt für seine Fraktion ebenfalls und schließt sich größtenteils seinen Vorrednern, besonders den Ausführungen von Herrn Haase, an. Sollte es sich aber um besonders wertvolle Flächen handeln, müsse man das auf jeden Fall noch einmal überdenken.

 

Ferner regt er an, über einen entsprechenden Städtebaulichen Vertrag mit EBB Sozialwohnungen vorzusehen.

 

Herr Buisker findet die Flächen auch hervorragend. Es sieht es als einen Vorteil an, dass der landwirtschaftliche Betrieb bereits aufgegeben worden sei und daher kein Druck wegen der zu ersetzenden Flächen bestehe. Er frage sich aber, warum man nicht auch den „Zipfel“ gleich mit geplant habe, diesen brauche man ja nicht gleich zu bebauen, aber man hätte dafür schon einen entsprechenden Bebauungs- und Flächennutzungsplan.

 

Herr Malzahn gibt zu bedenken, dass es sich bei dem vorgestellten Projekt lediglich um einen Vorentwurf handele, der sich noch ändern werde. Bezüglich des Regenrückhaltebeckens habe man bereits mit dem BEE Kontakt aufgenommen, der der Meinung sei, dass dieses auch kleiner ausfallen könne. Somit könnten hier auch noch zwei bis drei Einfamilienhäuser mehr entstehen.

 

Inwieweit eine Kompensation vorzunehmen sei, werde im formalen Verfahren durch den zu beauftragenden Umweltbericht geprüft werden müssen.

 

Auch der Baustellenverkehr werde frühzeitig in der Planung mitbedacht werden, dafür sei es jetzt aber noch zu früh. Auf jeden Fall werde der BEE eingebunden. Grundsätzlich sei die Brücke aber erstmal auch für den Schwerlastverkehr ausgelegt, dies werde aber auf jeden Fall noch durch einen Gutachter geprüft werden.

 

Wie bei jeder Investorenplanung werde man aber auf jeden Fall auch hier mit dem Investor einen entsprechenden Städtebaulichen Vertrag schließen, in dem dann auch die Themen, wie z. B. der Baustellenverkehr, explizit geregelt werden.

 

Sozialwohnungen bei einer Einfamilienhaus-Siedlung seien eher unüblich, da es sich um Eigentumsobjekte handele. Evtl. wäre dies möglich im südlichen Bereich bei den beiden Mehrfamilienhäusern mit jeweils 5 Wohneinheiten.

 

Die von Herrn Buisker angesprochene Fläche mit einzubinden habe man auch in der Verwaltung überlegt und er gehe davon aus, dass das auch passieren werde. Auf jeden Fall müsse es noch eine Untersuchung der Böden geben.

 

Auf die Frage von Herrn Bolinius teilt Herr Malzahn mit, dass es sich bei dem Projektentwickler, um die Emder Bau- und Boden (EBB) handele.