Beschluss: Kenntnis genommen.

Abstimmung: Ja: 0, Nein: 0, Enthaltungen: 0, Befangen: 0

Frau Kohnen berichtet über die Entstehung des Arbeitskreises "Schule und Jugendhilfe". Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe sei erstmalig 1992 in den Schulleiterkonferenzen erörtert worden, und zwar in Zusammenhang "mit Schuleschwänzen". Das Thema Schule und Sozialarbeit sei Ende 1993 im Rahmen einer zweitägigen Fortbildung noch intensiver behandelt worden. Initiatoren dieser Veranstaltung seien das Schulaufsichtsamt, der Soziale Dienst und die Frauenbeauftragte gewesen. Danach sei der Arbeitskreis "Schule und Jugendhilfe" gegründet worden. Er bestand aus folgenden Mitgliedern: Vertreter/Innen von 8 verschiedenen Schulen, 3 Mitarbeiter/Innen des Sozialen Dienstes, die Schulpsychologin und die Frauenbeauftragte. Später folgte eine Erweiterung des Arbeitskreises durch Mitarbeiter/Innen der Jugendförderung, Erziehungsberatungsstelle, freier Träger und der Fachhochschule.

 

Durch den Erlaß des Nds. Kultusministeriums vom 25.01.1994 sei die Arbeit des Arbeitskreises bestätigt worden. Dieser Erlaß beinhaltet u. a. die Aussage, daß Schule und Jugendamt neben den Erziehungsberechtigten das gemeinsame Ziel haben, Erziehung und Bildung junger Menschen zu fördern. Von daher leite sich der Auftrag zur ständigen und engen Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe ab.

 

Herr Dietz ergänzt, daß unter der Vorgabe dieses Erlasses die Arbeit fortgesetzt worden sei. Ende 1996 sei eine weitere gemeinsame Fortbildungsveranstaltung zu dem Thema "Kooperationsmöglichkeiten von Schule und Sozialarbeit im Bereich Mädchen und Jungenarbeit zum Thema Gewalt" angeboten worden. In Kooperation Schule und Jugendhilfe seien verschiedene Projekte entwickelt und durchgeführt worden, und zwar zu den Schwerpunkten Wen-do-Kurse, Antiaggressionstraining, Geschlechtsspezifische Arbeit und Theaterprojekte.

Herr Dietz stellt die einzelnen Projekte vor und betont, daß diese sehr gut angenommen worden seien, z. B. habe sich nach einem Antiaggressionstraining für Jungen eine Jugendgruppe gebildet.

 

In der sich daran anschließenden Diskussion betont Frau Fekken, daß es erforderlich ist, Projekte kontinuierlich anzubieten.

Herr Sprengelmeyer ergänzt, daß es teilweise auch an Haushaltsmitteln fehle, so sei z. B. ein Projekt der Wallschule durch ehrenamtliches Personal veranstaltet worden. Er stelle sich die Frage, wie der Erlaß finanziell umzusetzen sei.

Frau Fekken ergänzt, daß mehr Ideen als Geld vorhanden seien. Ein weiteres Problem sei, daß das Schulaufsichtsamt nach Aurich verlagert worden sei.