Beschluss: Kenntnis genommen.

Abstimmung: Ja: 0, Nein: 0, Enthaltungen: 0, Befangen: 0

Herr Meister erläutert, daß die Jugendhilfeplanung an einem sozialraumorienten Ansatz ausgerichtet sei. Das gesamte Spektrum der Aufgaben des KJGH sei in die Sektionen

- Freizeit

- tagesstrukturiende Maßnahmen sowie

- Hilfen zur Erziehung

untergliedert.

 

Ein erstes Ergebnis der sozialraumorientierten Jugendhilfeplanung liege nun vor, und zwar ausgerichtet auf den Stadtteil Barenburg. Hier seien 19 Barenburger Einrichtungen und Anbieter im nicht kommerziellen Freizeitbereich interviewt worden. Als Ergebnisse dieser Befragung seien zu nennen, daß nicht kommerzielle Freizeitangebote vorweigend für Kinder und Jugendliche im Schulalter gemacht werden, daß die Zahl der sportlichen Angebote hoch sei und dies ein wesentlicher Bereich im Freizeitverhalten der Jugendlichen sei. Die Einrichtungen und Angebote der Jugendarbeit seien überwiegend in der Woche geöffnet, die Mehrzahl der Einrichtungen aber erst ab 14.00 Uhr. Inhaltlich gebe es keine Angebote im Bereich der neuen Medien. Die Kinder- und Jugendarbeit werde in hohem Maße durch ehrenamtliches Engagement getragen.

 

Auf der Grundlage der vom Jugendhilfeausschuß beschlossenen Sozialraumgliederung werden derzeit Stadtteilkonferenzen in den weiteren Sozialräumen vorbereitet.

 

Herr Meister erläutert seine Auswertungen anhand von umfangreichen Statistiken, die dem Jugendhilfeausschuß vorgestellt werden. Die Untersuchung des Stadtteils Barenburg ergab ferner, daß dort nicht überdurchschnittlich viele Jugendliche leben. Auffällig sei aber der Schulbereich, nur 14 % der Schüler dieses Stadtteils wechseln auf das Gymnasium während z. B. von der Wallschule jeder 2. dorthin wechselt. Auffällig sei ferner der hohe Anteil von Räumungsklagen in Barenburg im Vergleich zu anderen Stadtteilen. Ferner weise der Stadtteil die mit Abstand höchste Zahl an Sozialhilfeempängern sowie einen hohen Anteil von Aussiedlern, Arbeitslosen und Alleinerziehenden auf.

 

Herr Dr. Beisser äußert seine Probleme mit den dargestellten Statistiken, worauf Herr Sprengelmeyer betont, daß noch keine Bewertung vorgenommen worden sei. Frau Keller ist dafür, daß vorerst jegliche Bewertung unterlassen werden solle.