Der Jugendhilfeausschuss beschließt die in der Anlage zur Vorlage 15/1469/1 beigefügte Planung des Neubaus einer Krippe mit insgesamt 32 neuen Plätzen in Trägerschaft des Studentenwerkes Oldenburg an die bereits bestehende Einrichtung Kita Constantia.


Herr Ubben verweist auf die Vorlage 15/1469, die in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11.02.2010 an die Fraktionen verwiesen worden sei. Im Anschluss daran seien diverse Gespräche mit dem Studentenwerk Oldenburg geführt worden, deren Ergebnisse der Vorlage 15/1469/1 zu entnehmen seien.

 

Er entschuldigt sich für einen redaktionellen Fehler der Verwaltung in der Vorlage 15/1469/1: Der Neubau der Krippe beinhalte nicht 32, sondern 31 neue Plätze. Dies habe zur Folge, dass die Erstattung des Bundes/des Landes nach der Richtlinie Investition Kinderbetreuung (RIK) nicht 464.000,-- €, sondern 449.500,-- € betrage. Die Gesamtkosten des Neubaus blieben unverändert. Die Planung stelle das Minimum dar, um die heute gültigen Standards – gerade unter Berücksichtigung des Themas „Inklusion“ - zu erfüllen. Sowohl das Studentenwerk Oldenburg als auch die Stadt Emden seien bemüht gewesen, hier eine gute und einvernehmliche Lösung zum Wohle der Kinder zu finden.

 

Herr Kiehm, Geschäftsführer des Studentenwerkes Oldenburg, erklärt, das o. a. Projekt habe für das Studentenwerk eine große Bedeutung:

 

Zum einen habe das Studentenwerk Oldenburg ein großes Interesse daran, Betreuungsplätze für studierende Mütter und Väter zu schaffen. Zum anderen sei die Verlagerung der Plätze, die sich momentan in der Hochschule befänden, aufgrund Platzmangels der FH von großer Notwendigkeit. Außerdem stände die Fachhochschule Emden/Leer in einem erheblichen Wettbewerb mit anderen Hochschulen und er hoffe, die Attraktivität mit dieser Maßnahme fördern zu können.

 

Frau Kühl-Kreutzberger; Abteilungsleiterin der Kindertagesstätte, erläutert ausführlich das Projekt. Sie wünsche sich, dass auch in den Emder Krippengruppen irgendwann inklusiv gearbeitet werde. Zurzeit gäbe es ein Modellprojekt des Landes Niedersachsen, in dem die Rahmenbedingungen erforscht würden, die notwendig seien, um auch behinderte Kinder in Krippen betreuen zu können. Die Kita müsste dann den Personalschlüssel entsprechend den Bestimmungen aufstocken.

 

Herr Bömack, Leiter der Abteilung „Bau und Technik“, geht anschließend auf die Beleuchtung des Neubaus ein.

 

Frau E. Meyer erkundigt sich nach dem Verhältnis der Anzahl der Krippen- und Kindergartenkinder. Frau Kühl-Kreutzberger erklärt, dass die Kita Emden zurzeit 27 Krippenkinder und 50 Kindergartenkinder betreue. Wie viele externe Kinder aufgenommen werden könnten, hänge davon ab, wie viele schulpflichtige Kinder sich im Kindergarten aufhielten. In diesem Jahr hätte es viele schulpflichtige Kinder gegeben, so dass nach den Sommerferien vielen externen Kindern ein Kindergartenplatz angeboten werden konnte.

 

Frau E. Meyer möchte wissen, ob die Kinder ihre Mahlzeiten in der Küche einnähmen. Frau Kühl-Kreutzberger erwidert, Krippenkinder würden in der Regel in ihren Gruppen mit den ihnen vertrauten Personen essen. Die etwas älteren Kinder würden gerne auch in der Küche essen.

 

Herr Kiehm lädt den Jugendhilfeausschuss zur offiziellen Einweihung der Oldenburger Kita

 

am 09.11.2010  in das Studentenwerk Oldenburg

 

ein. Es lohne sich, dort vorbeizuschauen, da die Bauweise sehr ähnlich sei.

 

Herr Schild möchte bezüglich des gesetzlich vorgeschriebenen schrittweisen Aufbaus eines bedarfsgerechten Betreuungsangebotes für bundesweit durchschnittlich 35 % der Kinder wissen, wie viel Prozent mit der Schaffung der 31 Plätze „abgearbeitet“ worden seien. Herr Ubben antwortet, bis zum Jahr 2013 müssten ca. 350 Plätze in Kindertageseinrichtungen bzw. –tagespflege geschaffen werden. Hiervon sollten 2/3 in Tageseinrichtungen und 1/3 in Tagespflege entstehen. Die Planung sehe 260 Plätze in Tageseinrichtungen und 90 Plätze in Tagespflege vor. Nach Erweiterung der Kita Constantia seien insgesamt 190 Plätze in Tageseinrichtungen und 47 Plätze in Tagespflege (unter 3 Jahren) geschaffen worden.