TOP Ö 19: Aufbau einer betrieblichen Kinderbetreuung

Beschluss: Kenntnis genommen.

Herr Ubben gibt zunächst anhand des Grundrisses der Kindertagesstätte zu den räumlichen Voraussetzungen in der BBS I einige Erläuterungen.

 

Frau Grix bedankt sich und bittet um Wortmeldungen.

 

Frau Meinen bemerkt, es sei ihr aufgefallen, dass dort die Küche sehr klein sei. Sie fragt an, wie das Essen zubereitet werde und wo die Kinder essen würden.

 

Herr Ubben führt aus, es bestehe die Möglichkeit Cook & Chill zu nutzen, da die Schule über eine Cafeteria verfüge. Bisher hätten sich vier Träger gemeldet, die am Aufbau und Betrieb interessiert seien. Diese müssten der Verwaltung auch ein Konzept vorlegen, in dem die Versorgung mit berücksichtigt sei. 

 

Weiter erklärt Herr Ubben, da es sich um ein städtisches Gebäude handeln würde, erfolge der Umbau über das Gebäudemanagement. Die Kosten würden dann über die Träger oder die Belegplätze, die die Firmen in Anspruch nehmen würden, refinanziert. Auch hier müsse noch das Konzept der Träger abgewartet werden. Er weist darauf hin, dass in der nächsten Woche die interessierten Träger eingeladen worden seien, um ihnen diese Planung vorzustellen. Bezüglich des Betreuungsbedarfes der Firmen habe sich herausgestellt, dass man hier von einem Zeitraum von 06:00 Uhr bis 21:00 Uhr reden würde. Dieser lange Zeitraum sei gerade für Krippenkinder kritisch zu sehen, zumal Kinder maximal nur neun Stunden am Tag betreut werden dürften. Es sei so angedacht, dass die interessierten Träger bis Anfang September eine Planung vorlegen würden, wo der Personalbedarf, die damit verbundenen Kosten, die Organisation etc. aufgeführt sei. Diese Konzepte würden dann den interessierten Firmen unterbreitet, um sie letztendlich der Politik zur Entscheidung vorzulegen.

 

Frau Meinen erkundigt sich, ob diese Kindertagesstätte nicht förderungsfähig sei, weil es eine betriebliche Kinderbetreuung sei.

 

Weiter fragt sie an, ob die Krippenplätze auch mit in die Tagesausbaustufe zählen würden.

 

Herr Fooken bittet um Auskunft, ob die Kinder der Beschäftigten der Firmen vorrangig aufgenommen würden und es auch Kinder von außerhalb sein könnten.

 

Herr Ubben stellt heraus, man habe den Bedarf für ungefähr 25 Kinder von den Firmen. Insgesamt würden aber 40 Plätze zur Verfügung stehen. Um die Finanzhilfe des Landes in Anspruch nehmen zu können, müssten ein Drittel der Plätze freigegeben werden für Emder Kinder bzw. für Nichtfirmenangehörige. Das wären ungefähr 15 Plätze. 25 Plätze wären für die Firmen reserviert, sodass man die Betriebskosten senken könnte und die Finanzhilfe des Landesin Anspruch nehmen könnte.

 

Weiter führt er aus, nach dem RIK sei keine Förderung mehr möglich, da das Kontingent mit der 7. Ausbaustufe ausgeschöpft sei. Es würde aber die Möglichkeit geben, nach den neuen Richtlinien Gelder zu beantragen. Dieses habe er gemacht, jedoch stehe der Bescheid noch aus. Abschließend bemerkt Herr Ubben, diese 15 Krippenplätze seien natürlich in die 35 % Quote mit eingerechnet.

 

Herr Grix erklärt, auch die AWO habe grundsätzlich am weiteren Ausbau von Krippen und Kindertageseinrichtungen eine Interessensbekundung abgegeben. Er fragt an, warum hier keine Berücksichtigung stattgefunden habe. Er bitte darum, in die Interessenliste aufgenommen zu werden.

 

Herr Sprengelmeyer führt aus, diese vier Träger hätten sich direkt an die Verwaltung gewandt. Wie schon im Jugendhilfeausschuss berichtet, sei die Verwaltung angesprochen worden, ob hier eine betriebliche Kinderbetreuung eingeführt werden könne. Seiner Ansicht nach müsse man das vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des entsprechenden Fachkräftemangels sehen, der sich auch langsam in Emden ausbreite. Je konkreter dieses Projekt werde, desto mehr Firmen hätten Interesse, die für die Kinder ihrer Beschäftigten eine verlässliche Betreuung zu ganz flexiblen Zeiten benötigten.

 

Weiter bemerkt Herr Sprengelmeyer, hinsichtlich der Berichterstattungen hätten sich auch verschiedene interessierte Träger an die Verwaltung gewandt. Sollten noch weitere Träger Interesse daran haben, den Betrieb der Kinderbetreuung vorzunehmen, könnten sie sich melden. In der nächsten Woche werde es am 12.07.2012 eine Veranstaltung geben, um die Träger auf einen gleichen Informationsstand zu setzen. Bis Ende September könne dann das pädagogische Konzept und der Finanzierungsplan etc. eingereicht werden. Danach erfolge eine Auswertung mit den beteiligten Firmen, um dem Jugendhilfeausschuss anschließend einen transparenten Vorschlag zu unterbreiten.

 

Abschließend geht Herr Sprengelmeyer in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Hortbetreuung ein. Hier sei ein großer Bedarf in Emden vorhanden, da immer mehr Eltern darauf angewiesen seien, insbesondere im Grundschulbereich Betreuungszeiten für ihre Kinder zu haben. Dieses werde eine weitere Herausforderung sein, der man sich zukünftig besonders stellen müsse.

 

Herr Grix erklärt, er sei vor längerer Zeit schon bei der Verwaltung wegen einer betrieblichen Betreuungseinrichtung vorstellig geworden. Bisher habe man seiner Meinung nach diesen Ansatz etwas vernachlässigt.